Thorsten Samstag, 7. September 2019 von Thorsten

VulkanBike 2019 - Zwischen Reiterhosen, Radlerhosen und Hungerast

Knapp fünf Tage nach einer intensiven Berichterstattung von den Bad Rothenfelder Reitertagen ging es für mich und einen Teamkollegen zum Bike-Event VulkanBike in die Eifel. Ein guter Termin, um wichtige Rennerfahrung für unser großes Ziel Mitas 4 Islands zu sammeln. Mir war klar, diese 65 Kilometer mit 1400 HM schüttelt man nicht einfach aus dem Ärmel, da die Vorbereitung alles andere als optimal verlief. Regelmäßige und passende Ernährung waren in den Tagen zuvor, naja, einfach nicht machbar. Dazu gesellte sich auch noch der beruflich erhöhte Aufwand. Weit hinten im Startblock und mit gefühlt halbem Energie-Tank, ging es dann dennoch für mich auf die Strecke. Traumhafte Ausblicke und tolle Mitstreiter ließen mich schnell den Stress der letzten Tage vergessen und ich war zumindest geistig zu 100% anwesend. >>>

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>>> Im Hinterkopf, das gesteckte Ziel, die Strecke, in einer Zeit von 3,20 Stunden zu absolvieren. Eine überfüllte erste Verpflegungsstation, sollten mich dann aber von der richtigen Renntaktik abbringen. Im eigenen Gedankengut „komm die Speicher sind noch voll, da stellst du dich jetzt nicht länger an!“
Ungeduld im falschen Moment, denn der Weg bis zum zweiten Schlemmer-Paradies für Ausdauersportler sollte lang werden. Die Riegel waren zwischenzeitlich aufgegessen und weitere 10 anstrengende Kilometer Richtung Verpflegungslager Nr. 2 lagen somit noch vor mir.
Und plötzlich lag er da - der Hungerast. Der Augenblick, den jeder Ausdauersportler fürchtet. Ein Gefühl, als ob jemand dein Fahrrad festhält und permanent dabei schreit - du kommst hier heute nicht mehr ins Ziel. Nur gut, dass ein netter Mitstreiter, der mich auf den meisten Abschnitten der Strecke begleitete - das Gegenteil behauptete. „Komm Bursche, du bist gut dabei, noch einen Kilometer dann gibt es Cola, Käse und Eierwaffeln“. Einen längeren Kilometer bin ich nie zuvor gefahren - den Stand mit letzter Kraft erreicht und mit viel Durst und Biss den Blutzuckerspiegel wieder auf Vordermann gebracht. Selten war eine Cola mit Eierwaffel so schmackhaft.
Nach fünf Minuten Pause und neuer Energie im Kessel, dann die letzte Hürde, denn der Berg der Leiden lag ja noch vor mir. Nicht mehr so leistungsfähig aber mit viel Ehrgeiz im Körper wurde auch dieser Abschnitt überwunden. Die Einfahrt nach Daun hatte noch eine kleine Steigung parat, aber wer den Berg des Grauens geschafft hat, ließ sich nun auch nicht mehr aus dem Sattel hauen. Geschafft, die Zielfahne vor Augen und das Gefühl des Sieges im Körper, obwohl es am Ende nur für Platz 176 (von 355 Finishern) reichte. Kurz noch überglücklich den Teamkollegen umarmt, der eine gute halbe Stunde schneller im Ziel angekommen war (Glückwunsch dazu).
Insgesamt, eine wichtige Erfahrung im Leben eines Amateur-Sportlers mit neuer Herausforderung.

Berufliche Terminhetze, Papa sein und selbst Sport treiben, ist eben nicht immer einfach unter einen Hut zu bekommen.
Wenn dieser Spagat besser gelingt, sind gesteckte Ziele realisierbar - denn es ist noch viel Luft nach oben.

In diesem Sinne - bleibt sportlich.

Thorsten Pisker

Eindrücke einer Etappe

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